Battle Royale ist das Spielprinzip, das Fortnite und Playerunknon:Battleground so beliebt und berühmt gemacht hat. Bis zu 100 Spieler auf einer Karte und es kann nur einen Gewinner geben. Das sagt etwas über den Zeitgeist junger Generationen aus.

Gamer der älteren Generation schmunzelten letztes Jahr weltweit über die aufkommende Beliebtheit eines Spiels namens Fortnite: Battle Royale, das nur als Ergänzung zu einem anderen Spiel gedacht war. Doch der Modus war so beliebt, dass das Entwicklerstudio seine Anstrengungen auf ihn fokussierte und damit eine weltweite Faszination befeuerte. Heute schmunzelt niemand mehr über Fortnite, die Zahlen allein lassen alle Zweifler verstummen. Nachdem es im Frühjahr 2018 auf dem iPhone gelaunched wurde, ist das Spiel seit Sommer 2018 auch für Android erhältlich und wurde da bereits 15 Mio. Mal heruntergeladen.

Diverse andere Entwickler großer Namen im Spielesegment ziehen jetzt nach, um ebenfalls auf der Trendwelle des Battle Royale Modus mitzureiten. Das neue Battlefield, genau wie das neue Call of Duty werden ebenfalls einen solchen Modus bekommen, womit die Königsklasse der Egoshooter sich zum Trend bekennt.

Doch was zeigt dieser Trend?

In erster Linie zeigt sich in dieser Entwicklung hin zu der Attitüde „Es kann nur einen Gewinner geben“, dass kommende Generationen wieder kompetitiver werden und diese Geisteshaltung ausleben wollen.

Während gerade die Millenials als wenig kompetitiv und stressresistent bezeichnet werden, stellt sich die Generation Z mit Freuden der Herausforderung der Beste von 100 sein zu können. Denn zu dieser Gruppe gehört eine deutliche Mehrheit der Fortnite Spieler. Laut Statista sind 62.7% der Spielerschaft zwischen 18-24. Dabei wurde in dieser Erhebung die Spielerschaft u. 18 ignoriert, die durch die Verfügbarkeit der App und die geringe Altersfreigabe ebenfalls stark vertreten sein dürfte.

Ein Gewinn in diesen Spielen bedeutet auch, dass man wesentlich mehr an Beute gewinnt als der Zweit- oder Drittplatzierte. Es wird also ganz offen eine Kultur gefördert und auch gewünscht, in der sich der Stärkere behauptet und entsprechend belohnt wird.
Viel diskutierte „Teilnehmerurkunden“ gibt es auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Einige dieser neuen Spiele verzichten komplett darauf die Verlierer zu belohnen, andere skalieren die Preise je nach Leistung auf dem Schlachtfeld. Schluss mit diversen Graustufen, hin zu einem definitiven Ausgang.

Was das für Unternehmen bedeutet? Turniere und Wettbewerbe jeder Art werden in den nächsten Jahren weiter an Popularität gewinnen, denn der Wettbewerbsgeist treibt die Zuschauer vor den Bildschirm und in die Stadien. Diese Entwicklung ist nicht auf den e-Sport Bereich begrenzt, auch ganz traditionelle Sportarten werden wieder ein kompetitiveres Umfeld darstellen.
Als Sponsor für Teams oder Veranstaltungen aufzutreten wird für Unternehmen als Promotion wieder interessanter und lohnender werden und dadurch, dass die Wettbewerbe mittlerweile so unterschiedlich sind, gibt es für jedes Unternehmen den passenden Brand fit.

Zusammenfassung: Die viel diskutierte Generation Z wird in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass das Umfeld, in dem sie sich bewegen wieder kompetitiver wird. Seien es Videospiele, Sport oder Social Media, diese Generation lernt, dass die Stärksten und Diszipliniertesten belohnt werden.